Ein Herzliches “Grüß Gott” im Hauerwirtshaus!

 

60 Jahre Hauerwirtin - Foto zeigt das Hauerwirtshaus

Cafe Anneliese Hauer
Hauptstrasse 87
A – 7020 Loipersbach

Telefon: 0043 (0)2686 7202
Email: cafe(at)hauerwirtin(dot)at


 

Musikalische-Feierabendhits aus dem Hauer-Wurli

Ein Feierabendbierfreitag aus 1-2 wird 12, wurde ein 6 Uhr Feierabendbierfreitagsamstagmorgen. Wieder einmal fanden sich unheimlich viele nette Hauergastfreunde im Wurliraum ein und unser Hauerwurli war in Hochform, denn auf ein schönes Lied folgte ein noch schöneres Lied aus seinem Wurliherzen. 

Gleich zu Beginn dieses unvergesslichen Abends schmalzte ein Lied zum dahinschmelzen.

Drücke ND 20: "Tu T'en Vas - Nuška Drašček & Mitja Ferenc & Prifarci

Drücke PA 22: " Mamutschka" von Peter Alexander

Jeder und Jederin hatte bei diesem Lied  Mamutschkagschichtln parat.

Und dann erklang diiiie Hymne auf euren Wirtn und auch seine ansonsten kritische Wirtin nickte wohlwollend zu.

Drücke MI 2: "Du hast es gut" von Milva und euren Wirtn geht es wirklich richtig gut.

Thomas hiat is owa gmui, wal sist weick ma nau die zwidaran Nichtfortgeher auf. Lisi deis oani Stickl sing ma nau

Drücke BF 4: "Bye bye my love" 2010 von Bläck Fööss 

Dieses Lied konnten aber nur die mitsingen die auch da waren, denn die, die nicht da waren, die haben einen wunderschönen Abend im Hauerwirtshaus versäumt.

Drücke FQ 5 "Du musst alles vergessen" von Freddy Quinn

Und was taten eure Wirtsleit nachdem die vielen Hauerfreunde das Wirtshaus verlassen hatten, sie gingen nicht schlafen sondern sie genossen noch zwei Glaserl Uhudlerfrizzante und tanzten engumschlungen bei

Drücke UJ 6: "Das ist dein Tag" von Udo Jürgens

Was auch passieren mag, niemand kann UNS die Tänze von 1954 bis Heute nehmen die WIR gemeinsam mit DIR schon im Behm-Haua "Wia z Haus" Getanzt, Gesungen, Gelacht und des öfteren auch ein bisserl Geweint haben, denn diese Stunden gehörten uns. Wenn DU auch nur eine Stunde davon glücklich warst, ist das viel, denn diese eine Stunde im Hauerwirtshaus kann DIR keiner mehr wegnehmen.

Und dann gings bei "Ade zur guten Nacht" bei hellem Sonnenschein über die Mittelstiege hinauf ins  eheliche Schlafgemach und dort sang euer Wirt seiner geliebten Wirtn noch den "Bajazzo" vor. Und was erwiderte seine Wirtin Schnaaaaarch....

 


 

 

Öffnungszeiten-Herbst

Jeden Freitag ab 17 Uhr Feierabendbier

Treffen wir uns auf 1-2 Feierabendbier im "Haua Wia z Haus"?

Sicher, aber 12 schreibt man ohne Bindestrich!

Am Freitag, den 8. Oktober gibt`s ab 17 Uhr

saftiges Krenfleisch

mit Wurzelgemüse und Salzkartofferl.


SPEISEN-GASSENVERKAUF

von Dienstag bis Freitag und Sonntag jeweils von 11 bis 14 Uhr.ser


 

Stilller Beschützer

Seit 1954 beschützt dieser stille Geselle das Behm-Hauerwirtshaus. Meine Großeltern bekamen diesen Rauchfangkehrer am Silvestertag im Jahr 1954 im alten Gmoawirtshaus vom Sportverein Loipersbach als Glücksbringer überreicht und seit dieser Zeit begleitet er uns. Er ist ein Freund der mit uns durch Dick und Dünn gegangen ist, der Leid und Freud mit uns geteilt hat und der uns, auch wenn es noch so schlecht lief niemals seine Freundschaft uns gegenüber aufgekündigt hat. Er hat soviel schönes im Behm-Hauerwirtshaus miterlebt dass es Bücher füllen würde, würde er über die vergangenen 67 Jahre berichten. Er aber sagt kein Wort sondern behält es für sich, und das ist gut so.

Lieber Rauchfangkehrer, Danke für alles und auf noch viele schöne gemeinsame Hauer-Wirtshausjahre denn, "Immer wieder geht die Sonne auf".

Kindheitserinnerungen

 

Herbstzeit ist Wein-Lesezeit
Ich weiß nicht, aber früher wurde immmer später gelesen oder kommt mir das nur so vor, aber egal es war immer schön als Kind zur Weinlese mitfahren zu dürfen. Ganze Woche schon wurde deis „Weiadgschirr" fan Groußvotta hergricht, denn am Wochenende zum Lesetag musssste deis "Weiadgschirr sauber sein. Endlich wars soweit und die ganze Familie rückte mit dem Traktor samt Anhänger oder mid´n „Olmdudlaauto“ van "Datsch und da Haumama" ausi „zan Koglberi“, denn dort war der Weingarten „va da Behmmama“. Schon die Fahrt hinaus war eine Riesengaudi, denn wir Kinder durften am Anhänger in den „Boudichn schtei“und der Fahrtwind wirbelte uns Buben die Haare durinaunda. Nur in "Diran nid", denn die hatten alle Kopftücher auf und deshalb versteht euer Wirt das ganz Geschreie um das Kopftuchverbot nicht, denn auch alle anderen erwachsenen Mädchen und Frauen trugen damals Kopftücher und dies nicht nur zur Weinlesezeit. Das Burgenländische Dorfleben war geprägt von Kopftuchtragenden Mädchen und Frauen oder wissen das all die heutigen "Designerpolitikfunzinnen" nicht.

Wie sagte schon Bruno Kreisky: "Lernen´s a bisserl Geschichte"! Dieser Kreisky würde manch "Einen" und manch "Einerin" 2020 mit einem nassen Kopftuch davonjagen  

Kaum angekommen gings schon los, die Kübel wurden ausgeteilt und mit da „Weiat-Scha“ wurden die Trauben herunter geschnitten. Behmmama kümmerte sich um die besonders schönen Weintrauben, denn sie wurden ausgeschnitten um sie nach der Weinlese den Helfern zu schenken. Steil gings entlang den Rebstöcken bergauf und auch wurde „jeids Keandl“ dass auf den Erdboden fiel „aufglaubt“ um nur ja nichts zu „vabruaschln“, denn auf dass schaute mein Urgroßvater.

Damals bewunderte ich die Buttnträger und war fasziniert wie sie die vollen und schweren „Holzbuttn“ den steilen Hang „oitrogn“ und dann in die „Boudich eiglat hom“. Wir Kinder durften dann „mitn Staumpfer“ die Weintrauben „staumpfn“, denn ansonsten hätten nicht soviele Weintrauben im „Boudich“ Platz gehabt. Wenn wir nichts zu staumpfn hatten, liefen wir die steile Wiese vom "Gottliebvaida" neben der "Beilhittn" hinauf, um dann ein "B"urzelbaum"- bzw. "B"ruckschoaslawettrennen" zu "B" urzeln. Oben angekommen gings dann auch schon los. Einer (bzw. für die heutige Generation auch "Einerin") schrie " Achtung-Fertig- Feuer los" und ein "B"urzelbaum nach dem anderen "B"urzelten wir den Abhang hinunter. Wer als erster bei da "Beilhitten" an"b"urzelte hatte gewonnen. Wer aber zu schnell aufstand der hatte mit seinem Gleichgewichtssinn Mühe, denn nach den vielen "B"urzelbaumüberschlägen war jeder ganz "Damisch".  Die heutige Elterngeneration scheißt sich schon an, wenn die Kinder einen "B"urzelbaum machen,(wenn sie überhaupt einen zusammen bringen) denn da könnten sie sich vielleicht am Schädl weh tun. 

Endlich dann gabs eine Pause und alle Weinlesehelfer sammelten sich um den großen Nußbaum, wo die feinsten Köstlickeiten van „Kerbl“ ausgepackt wurden. Alles war fein säuberlich mit weißen Tüchern abgedeckt und endlich gabs dass für uns Kinder besonders schmackhafte „Hosnbrot“. Dieses Hosnbrot war besonders gut, denn dass hatte ja der Hase versteckt, sagte uns jedenfalls unsere Behmama und für uns „Gschroppn“ war es natürlich etwas besonderes dieses Brot zu essen. Dazu gabs a Touristenwurscht van „Tschirtz Fleischhocke“ und eben a „guids Hosnbutterbrot“. Nach kurzer Rast gings dann weiter, denn die Weintrauben mußten ja noch nach Hause gebracht werden. Zu Hause wurden dann die Weintrauben durch ein großes Gitter „grebelt“, und dann in die “Brais einglaht” und “ausquetscht”.

Ja und dann kams zum kulinarischen Höhepunkt, denn alle Helfer setzten sich gemeinsam am großen Wirtshaustisch zusammen um dann die Loipersbacher Schmankerln zu genießen. Hier gings dann lustig zu und es wurden das eine ums andere „Gschichterl fa nau friacha dazöult“. Für uns Knirpse waren diese Geschichten natürlich „fa gaunz friacha, so wia mei Gschicht holt fa dein fricha dazöult“ der absolute Ohrenschmaus.

Schade dass diese schönen Weinlesezeiten so schnell vergangen sind und schade dass deis „guidi Hosnbutterbrot“ nimma gibt „owa dein Gruch und dein Gschmock van Hosnbrot, dein how i heit nau in mia“.

Euer Wirt ist froh ein Kind dieser "B"urzelbaum-Generation zu sein, denn was wir als Kinder alles er"b"urzeln durften, davon kann die heutige Handy- und NICHT- "B"urzelbaumgeneration nur noch "B"urzel schlagen.


Jugenderinnerungen zur STURM-ZEIT

Waren das noch Zeiten, als aus fasst jeden Loipersbacher Hauskeller der typische "Natur-Sturmgeruch" durch die Ortschaft sich schlich, denn dieser Natur-Sturm löste auch viele schleichende Verstopfungen auf Natürliche Art mit Durchschlagenden Erfolg ins Plumshäusl.

In der alten Hauerwirtsstube führten damals noch hinter der Wirthausbudel die steilen Holz-Kellerstiegen direkt in den Weinkeller, und ein benebelter Sturmgruch verbreitete sich im ganzen Hauerwirtshaus. Mit dem berühmt berüchtigten "Schnoblhäferl" gings dann über die steilen Kellerstiegen hinunter in den Weinkeller, von wo Vati das Göttergetränk heraufholte. Unwahrscheinlich und heute kaum zu glauben was sich damals an einen Freitag, besser geschrieben M ä n n e r t a g  im Hauerwirtshaus abstürmte, denn die Sturm-Vierterl gingen weg als gäbe es kein Morgen und wenn dann auch noch "insa Nochba da Robertaungl" seine Zieharmonika holte und am Stammtisch rührselige Weinlieder spielte, blieb beim einen oder anderen kein Auge trocken.

Mein Gott waren das noch schöne Wirtshauszeiten und dies alles ohne die heutigen "depatn Handys" die damals auch gar nicht notwendig gewesen wären, denn die Loipersbacher Männer gingen damals noch in die 4 Loipersbacher Dorfwirtshäuser, denn dort erfuhren sie sowieso alle was sich Rundumadum abspielte. Es wurde am Wirtshaustisch noch miteinander dischkriert, getrunken, gesungen, gelacht, geweint und ab und zu a Graft. Es ist wirklich zum Weinen, wos aus diesen FREI-TAGEN gwortn is und auch das GESELLIGE Wirtshausleben am  M ä n n e r - F r e i t a g-Abend  gibts nicht mehr in der STÜRMISCHEN Zeit.

Obwohl im Wort F R E I-Tag doch alles drinnen steht, denn damals nahmen sich die Loipersbacher Männer noch wirklich F R E I von ihren Göttergatinnen und genossen diesen F R E I E N-Tag in eben einem der 4 Loipersbacher Wirtshäuser. 

Oder aber wie oft kam es vor, das die für uns damals "oldn" Weinbauern in der vollen Hauerwirtstube "IHREN NATUR-STURM" als ein noch nie besseres Abführ-Naturprodukt anpreisten und wie oft kam es vor, das "Standapeda" das ganze "Behm-Hauer-Wirtshaus" samt Robertonkel zu dem einen oder anderen Natur-Sturmpapst zu einer Sturmverkostung eingeladen wurde. Leider gibts alles nicht mehr, wal wer produziert noch heute einen eigenen Loipersbacher Natur-Sturm. Die Zeit ist über alles wohlschmeckende hinweg-ge"STÜRMT" und es gibt leider nur mehr gekünstelten Sturm, der noch zu Weihnachten getrunken werden kann.

Ach ja, die ersten Weihnachtsbäume stehen ja auch schon in den großen Verkaufshäusern.

Mehr schreibe ich euch Morgen oder Übermorgen, denn jetzt hole ich mir ein Seiterl Bier und KEINEN "Nicht-Natur-Sturm", denn dieser Sturm ist nur mehr ein Lüfterl und hat nichts mehr mit dem Sturm meiner Jugendzeit zu tun.  


Weinlesefest

Waren das schöne Feste „Im und Rund ums Hauerwirtshaus“ und eine dieser Veranstaltungen war u.a. das „Weinlesefest“, welches abwechselnd im „Hauerwirtshaus“ oder ban „Giga“ stattfand.

Bei diesem Fest wurden an Holzgestellen Weintrauben, verschiedene Obstsorten, Salzstangerln usw. aufgehängt und die tanzenden Weinlesepaare konnten sich diese abreißen. Ein auf frischer Tat von den „Weiathiata“ ertapptes Tanzpaar, mußte dann vor´s „Hohe Gericht“ treten und wurde von den Richtern zu einer Strafe verurteilt. Gelang es einen nicht erwischt zu werden, ja dann ersparte man sich den Gerichtssaal und die Gerichtskosten. Also diese Weinlesefeste waren immer schön und wir hatten immer a „richtige Gaudi“ dabei, denn was gab es schöneres als die „Weiathiata“ auszutricksen.

Leider gibt´s wie so viele andere schöne Bräuche nicht mehr in Loipersbach und das ist ein Fall für den Gerichtssaal. Schade um das schöne Weinlesefest.